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Die korrekte Atmung beim Laufen

10. April 2026 durch
Runergy
Atmung beim Laufen – Rhythmus, Technik & häufige Fehler | Runergy

Die meisten Läufer denken kaum über ihre Atmung nach – bis sie ausser Atem kommen. Dabei ist eine bewusste Atemtechnik einer der einfachsten Wege, die Ausdauer zu verbessern und Seitenstechen zu vermeiden.

3:2
Bewährtester Atemrhythmus (3 Schritte ein, 2 aus)
Nase+Mund
Optimale Kombination für maximale Sauerstoffaufnahme
Zwerchfell
Wichtigster Atemmuskel – oft nicht bewusst genutzt

Zwerchfellatmung – die Basis

Die meisten Menschen atmen flach in die Brust – besonders unter Belastung. Beim Laufen ist die Zwerchfellatmung (Bauchatmung) deutlich effizienter: Sie nutzt das volle Lungenvolumen, senkt den Atemdruck und reduziert die Atemarbeit.

1
Zwerchfellatmung erlernen
Im Liegen Hand auf Bauch legen. Beim Einatmen soll sich der Bauch heben – nicht die Brust. 5 Min. täglich üben.
2
Im Gehen anwenden
Bewusst beim Spazieren auf Bauchatmung achten. Automatisiert sich nach 2–3 Wochen.
3
Im lockeren Laufen integrieren
Nur bei niedrigem Tempo möglich, sich auf Bauchatmung zu konzentrieren. Bei hoher Intensität automatisch.

Atemrhythmus – welcher passt wann?

RhythmusWannVorteil
3:2 (3 ein, 2 aus)Dauerlauf, moderate IntensitätGleichmässig, entlastet Zwerchfell
2:2 (2 ein, 2 aus)Tempo- und WettkampftempoMehr Sauerstoff pro Minute
2:1 (2 ein, 1 aus)Hochintensiv, EndspurtMaximale O₂-Aufnahme
Nase alleinSehr lockere EinheitenLuftfilterung, Befeuchtung, Achtsamkeit

Seitenstechen – Ursache und Lösung

Seitenstechen entsteht durch Krämpfe des Zwerchfells oder der benachbarten Organe. Häufige Auslöser: zu volles Essen vorher, zu schneller Start, flache Brustatmung.

Ursachen
Zu kurz vor dem Lauf gegessen · zu schneller Start · flache Brustatmung · zu wenig Aufwärmen · Dehydration
Sofortmassnahmen
Tempo reduzieren · tief ausatmen auf der betroffenen Seite · Finger in die Seite drücken · Arm heben und dehnen · Bewusst tief einatmen

Nase oder Mund?

Die Antwort ist: beides. Nasenatmung filtert und befeuchtet die Luft und ist bei niedriger Intensität empfehlenswert. Sobald die Belastung steigt, braucht dein Körper mehr Sauerstoff – dann ist die kombinierte Nase-Mund-Atmung optimal. Zwinge dich nie zur Nasenatmung bei hoher Intensität.

Kälte und Atmung

Bei sehr kalten Temperaturen kann reine Mundatmung die Luftwege reizen. Ein Buff oder Schlauchschal vor Nase und Mund vorwärmt die Luft und schützt die Atemwege – besonders bei unter −5 °C.

Atemtraining in der Praxis

5 Min. täglich Zwerchfellatmung üben (im Liegen)
Atemrhythmus bei lockeren Läufen bewusst setzen
Nasenatmung bei Regenerationsläufen ausprobieren
Mindestens 2h Pause zwischen Mahlzeit und Lauf
Langsam starten – Atemrhythmus vor Tempo

Effizienter atmen, leichter laufen

Runergy begleitet dich mit individuellen Trainingsplänen, Zonen-Tracking und smarten Empfehlungen.

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